Am Anfang

Am Anfang stand eine Idee…

Ende 2007 kündigte sich eine Anpassung der “EU Ökoverordnung” an, die erstmalig vorsieht, auch für Aquakultur eine ökologische Zertifizierung zuzulassen. Nur wie geht das? Wer hat die praktischen Hinweise für eine Realisierung? Wie müssen und können Vorgaben praktisch umgesetzt werden?

Als Wissenschaftler und Meeresbauern, die bedacht sind ökologisch und nachhaltig zu wirtschaften, ist genau dieses die allentscheidende Frage, die aber nicht “mal so eben” zu beantworten war. Also, warum nicht Lernen und Arbeiten und das Ergebnis mit anderen Teilen? – Am Ende stand der Antrag zur Förderung aus dem Life+ 2007 Programm der EU.

Nach einigen kleineren Hürden startete im Januar 2009 im Rahmen des EU-Programmes „LIFE+ Environment Policy and Governance 2007“ unter der Leitung von CRM – Coastal Research & Management aus Kiel das Projekt „ECOSMA – Ecological Certification of Products from Sustainable Marine Aquaculture“. Die Meeresbiologen Dr. Monika Kock, Dr. Peter Krost und Dr. Levent Piker sowie der Geologe, Projekt- und Wissensmanager Dr. Stefan Rehm haben sich gemeinsam die folgenden Aufgaben gestellt:

  1. Beförderung der Produktion und des Vermarktens von ökologische Marikultur-Produkten indem die EU Verordnung 834/2007 mit dem Titel “Organic Production and Labelling of Organic Products” aus Juni 2007 mit Leben erfüllt wird.

  2. Durch ökologische Marikultur einen Beitrag zur Reduzierung des Impaktes auf die marine Umwelt zu leisten und die Wasserqualität entsprechend dem „HELCOM-Baltic Sea Action Plan vom 15. November 2007“ folgend zu verbessern.

  3. Harmonisierung von Umweltanforderungen und ökonomischer Entwicklung entlang von Küstenregionen entsprechend dem „ 6th EAP of the EC & the EU Marine Strategy Directive and HELCOM Recommendation  28E/9”.

  4. Schaffung von breitem Bewusstsein bezüglich nachhaltiger Marikultur

  5. Schaffung von Transparenz für den Verbraucher bezüglich nachhaltig produzierter Marikultur-Produkte.

  6. Implementierung eines praktikablen Prozesses zur Zertifizierung von nachhaltig produzierten Meeresfrüchten.

  7. Entwicklung von Kriterien zur Bewertung von ökologischen Marikultur-Produkten

  8. Trainingskurse zur nachhaltigen Marikultur

Jetzt ist zu sehen, was im Rahmen von ECOSMA erreicht werden kann. Gelingen kann nur etwas Sichtbares, wenn viele sich beteiligen! Dieses ist also eine klare Einladung an Sie sich zu beteiligen! Kommentieren Sie Beiträge oder schreiben Sie eigene, stellen Sie Fragen oder teilen Sie Ihr Wissen mit uns. Lassen Sie uns gemeinsam den Schritt zur nachhaltigen Produktion von Meeresfrüchten gehen.

Wir sind hoch motiviert und gespannt!